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Solarverein warnt vor Lähmung bei Erneuerbaren

Die Solarvereinigung SFV kritisiert die jüngsten Vorschläge des BDEW zur Weiterentwicklung des Energiemarkts.

Der Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) schreibt, die wenige Tage vor der Bundestagswahl vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) präsentierte Handlungsempfehlung für die Politik spiegele ausschließlich die Interessen der konventionellen Kraftwerkswirtschaft wieder. Es gehe um eine Beibehaltung der fossilen Stromversorgung insbesondere aus Braunkohle.

Unter dem Vorwand, die Energiewende erfolgreich umsetzen zu wollen, lege der BDEW ein detailliert ausgearbeitetes Programm vor, dessen Befolgung zur Zementierung der bisherigen Stromversorgung mit Grundlastkraftwerken und zur Lähmung des weiteren Ausbaus von Sonnen- und Windenergie führen würde, heißt es beim SFV. Dieser eigentliche Zweck werde nur notdürftig getarnt, indem der BDEW von einem "Rollentausch zwischen erneuerbaren Energien und konventionellen Kraftwerken" spricht.

Der BDEW will insbesondere eine Pflicht zur Direktvermarktung von Strom aus neuen Erneuerbaren-Anlagen zum Kern der EEG-Reform machen. "Aus Subventionsempfängern müssen Kaufleute werden", hatte  BDEW-Hauptgeschäftsführerin Hildegard Müller gefordert. (wa)