Dritter Fortschrittsbericht der NPE

Es sei richtig, dass sich die Regierung in der jetzigen Phase auf Forschung und Entwicklung konzentriere, so die Plattform.

So könne man es bis 2020 schaffen, Leitanbieter der Elektromobilität zu werden. Allerdings müssen die vorgegebenen Ziele zügig umgesetzt und vor allem die Akzeptanz der Nutzer erreicht werden. Dazu zählen zentrale Kriterien wie Alltagstauglichkeit, Nutzungskosten, Ladeverhalten und Sicherstellung der
ökologischen Eigenschaften, so die NPE in ihrem dritten Fortschrittsbericht. Eine besondere Rolle spielen dabei die vier Schaufensterregionen der Elektromobilität, die zum "Wissenstransfer und zur Ausgestaltung der Markthochlaufphase ab 2014 beitragen sollen".

 

Die Bundestagsfraktion der CDU/CSU sieht darin eine Bestätigung des Regierungsprogramms Elektromobilität. Der Fortschrittsbericht zeige Schwarz auf Weiß, dass Deutschland dem Ziel des globalen Leitmarkts für die Elektromobilität wieder näher gekommen sei, so der Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Andreas Jung.

 

Henning Kagermann, Ex-Physikprofessor und Chef der NPE, der gestern (20.Juni) den Fortschrittsbericht der Regierung übergab, dämpfte allerdings im Handelsblatt die Erwartungen: Er gehe lediglich von etwa 600 000 Elektrofahrzeugen in Deutschland bis 2020 aus. Ziel der Bundesregierung sind jedoch eine Million.

 

Nötige Rahmenbedingungen für die beteiligten Unternehmen forderte der Bundesverband für Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Man begrüße dabei, dass sich die NPE für einen Aufbau der Ladeinfrastruktur ausgesprochen habe, erklärte Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des BDEW. Es sei nötig "die öffentliche Ladestruktur behutsam aufzubauen, um Fehlinvestitionen zu vermeiden", so Müller. (sg)