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Ruf nach Stromengpassmanagement an der Grenze

Die deutsche Übertragungsnetzbetreiber sollen einEngpassmanagement an der deutsch-österreichischen Grenze einführen.

Die Bundesnetzagentur hat die vier deutschen Strom-Übertragungsnetzbetreiber heute aufgefordert, an der deutsch-österreichischen Grenze eine Bewirtschaftung der Stromtransportkapazitäten vorzubereiten. Mit der Einführung eines Engpassmanagements an der Grenze bis Sommer 2018 kommt Deutschland Forderungen aus anderen Nachbarstaaten und der Empfehlung der europäischen Regulierungsbehörde ACER nach.

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Rainer Baake, erklärte hierzu: „Durch die Engpassbewirtschaftung sorgen wir dafür, dass zwischen Deutschland und Österreich so viel Strom gehandelt wird, wie zwischen diesen beiden Ländern tatsächlich transportiert werden kann. Das entspricht auch dem Vorgehen an allen anderen Grenzen. Der Strombinnenmarkt bleibt dabei unbeeinträchtigt. Es geht um eine Trennung der Stromgebotszonen – nicht der Strommärkte, denn Deutschland bekennt sich ausdrücklich zum europäischen Strombinnenmarkt. Einschränkungen im Stromhandel gibt es im Verfahren der Engpassbewirtschaftung nur in Ausnahmesituationen, in denen das Handelsvolumen die Transportkapazitäten an der Grenze übersteigt.“ Die gemeinsame deutsch-österreichischen Stromgebotszone sei historisch bedingt, aber nicht mehr zeitgemäß. (ad)