Arge Netz: mehr Gesellschafter und Stromprodukt

Der Dienstleister Arge Netz hat die Schwelle von 250 Gesellschaftern übersprungen und ein eigenes Stromprodukt vorgestellt.

Auf der Jahreshauptversammlung in Struckum präsentierte die Arge Netz ihr Stromprodukt „Arge Netz Strom“ mit den Worten: "So kann Windstrom direkt vermarktet werden und die Energiewende kommt auch beim Verbraucher an."

Die Arge Netz monierte aber auch, dass zahlreiche Bestimmungen im vorliegenden EEG-Entwurf mittelständische und Bürgerenergieprojekte künftig sehr erschweren würden. Daher seien hier Änderungen notwendig.

Dr. Martin Grundmann, Geschäftsführer des Dienstleisters, wurde noch deutlicher: „Hier stehen 15 000 Arbeitsplätze und 8 Mrd. € Investitionen auf dem Spiel.“ Allerdings zahle sich der Ansatz der Arge Netz immer mehr aus, sich rechtzeitig mit den wichtigen Zukunftsthemen zu befassen. So würden mit dem Aufbau des Erneuerbaren Kraftwerks bereits jetzt die Weichen gestellt, um mit innovativen Systemlösungen auch in Zukunft für die Anforderungen des Energiemarktes gewappnet zu sein.

Indes bestehe die Gefahr, dass die Übernahme von mehr Verantwortung für die Energieversorgung durch die neuen gesetzlichen Regelungen sogar faktisch verhindert werde: „Alle wollen mehr Markt und mehr Systemverantwortung, aber die Märkte sind viel zu intransparent, es gibt unnötige Barrieren, die muss der Gesetzgeber beseitigen, damit die Marktteilnahme auch wirklich möglich ist“, so Grundmann. (ad)