Kaltes Wetter steigert den Primärenergieverbrauch. Bild: Peter Freitag / pixelio.de

Deutschland verbraucht wieder mehr

Kaltes Wetter und der Schalttag steigern den Primärenergieverbrauch Deutschlands in diesem Jahr etwas.

Nach heute vorgelegten Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (Ageb) wird Deutschland im laufenden Jahr mit 3753 Mrd. kWh leicht mehr Primärenergie verbrauchen als 2011. Die Ageb führt dies auf das kalte Wetter in mehreren Monaten im ersten Halbjahr sowie den Schalttag 29. Februar zurück.

Der Erdgasverbrauch steigt 2012 insgesamt um 1 % auf 788 Mrd. kWh, während aber Kraftwerksgas "deutlich" unter Vorjahresniveau liegt. Der Anteil am gesamten Energieverbrauch bleibt damit stabil bei 21 %.

Der Verbrauch von Braunkohle erhöhte sich durch den Sondereffekt der Inbetriebnahme dreier Kraftwerksblöcke um 5 % auf 456 Mrd. kWh. Dieser Sondereffekt gleiche sich 2013 durch die Stilllegung alter Blöcke aus.

Auch kraftwerksbedingt klettert der Steinkohleverbrauch um 3,1 % auf 464 Mrd. kWh, während der Bedarf der Stahlindustrie nachlässt.

Bedingt durch den verstärkten Einsatz fossiler Energieträger wird sich nach Prognose der Ageb der CO2-Ausstoß 2012 absolut erhöhen, temperaturbereinigt aber leicht vermindern.

Die Erneuerbaren steigern ihren Anteil am Gesamtverbrauch von 10,9 % (2011) auf 11,7 %. Die Windkraft verzeichnet ein Minus von 8 %, Photovoltaik dagegen einen Zuwachs von fast 50 %. (geo)