Altpapiersammlung Bild: Dieter Schütz / pixelio.de

VKU mit ambitionierten Recyclingzielen

60 Kilo mehr pro Einwohner und Jahr (kg/E*a) will die kommunale Abfallwirtschaft in den Wertstoffkreislauf zurückführen.

Dies entspreche einem Gesamtpotenzial von rd. 4,8 Mio. t/a. Dieses Ziel hat der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) jüngst in einer Recyclingstrategie formuliert. Wichtig sei auch, welche Abfallfraktionen bei der Einsparung im Fokus stünden. Hierbei sollte man sich nicht auf die Wiederverwertung von Kunststoff konzentrieren. Vielmehr haben aus VKU-Sicht besonders Elektroschrott, Bio- und Grünabfälle sowie Papier und Alttextilien ein hohes Recyclingpotenzial:

  • Bio- und Grünabfälle: Aktuell werden 110 kg/E*a durch kommunale Unternehmen erfasst. Die Sammelmenge soll auf mindestens 130 kg/E*a erhöht werden.
  • Altpapier: Kommunale Unternehmen streben eine Erhöhung um 20 kg/E*a auf 90 kg/E*a an.
  • Elektroaltgeräte: Die Sammelmenge soll von 7,4 auf durchschnittlich 10 kg/E*a erhöht werden.
  • Alttextilien: Künftig sollen 10 kg/E*a auch in Kooperation mit gemeinnützigen Trägern getrennt erfasst werden. Dies entspreche einer verdoppelten Menge.

Für Bio- und Grünabfälle und Recyclingpapier sollen die neuen Ziele bis 2015 erfüllt werden. Hintergrund ist das im Abfallwirtschaftsgesetz angestrebte Recyclingziel von mindestens 65 % für Siedlungsabfälle bis 2020. Um dies zu erreichen, sei jedoch künftig eine Reform der Verpackungsentsorgung notwendig, so der VKU. Die Verpackungsentsorgung, die derzeit noch über die Duales-System-Betreiber läuft, sei nicht ausreichend auf die Steigerung der Recyclingquoten ausgerichtet, so der VKU. (msz)