Bedarfsplanermittlung nur noch alle zwei Jahre

Künftig ist die Bedarfsermittlung für den Netzentwicklungsplan Strom nicht mehr jährlich, sondern nur noch alle zwei Jahre. Dazu wurde das EnWG geändert.

Von 2016 an gibt es nicht mehr jedes Jahr einen neuen Durchgang zur Bedarfsermittlung, sondern alle zwei Jahre, teilte die Bundesnetzagentur (BNetzA) per Twitter mit. Zugleich wird der Betrachtungszeitraum flexibilisiert. Die Bedarfsermittlung ist notwendig, um möglichst genau voraussagen zu können, wie weit das Stromnetz für eine sichere und verlässliche Energieversorgung ausgebaut werden muss. Jeder Durchgang der Bedarfsermittlung beginnt mit einem Szenariorahmen.

Den nächsten legen die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) erstmalig zum 10. Januar 2016 für das Zieljahr 2030 der BNetzA vor – die Prozedur soll künftig in jedem geraden Kalenderjahr geschehen. In jedem ungeraden erfolgen Prüfung und Bestätigung der Netzentwicklungspläne (NEP). In den Jahren in denen keine NEP bestätigt werden, müssen die ÜNB so genannte Umsetzungsberichte vorlegen; der erste ist 2018 geplant. Das Bundesbedarfsplangesetz soll nach dem neuen Recht mindestens alle vier Jahre angepasst werden. (sg)