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12 September 2017 | 11:45

Auf die "digitale Reise" gemacht

Diskussionsrunde über das Thema, welcher Weg in die Zukunft führt (v.l.): Moderatorin Astrid Frohloff, Parlamentarischer Staatssektretär im BMWi Dirk Wiese, VKU-Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche, SWB-Vorstand Timo Poppe und Start-up-Gründer Dr. Henning Heppner., Bild: VKU
Bild: VKU
Diskussionsrunde über das Thema, welcher Weg in die Zukunft führt (v.l.): Moderatorin Astrid Frohloff, Parlamentarischer Staatssektretär im BMWi Dirk Wiese, VKU-Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche, SWB-Vorstand Timo Poppe und Start-up-Gründer Dr. Henning Heppner.
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Die Diskutanten im Gespräch (v.l.): Staatssekretär Dirk Wiese. VKU Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche, SWB-Vorstand Timo Poppe und Start-up-Gründer Dr. Henning Heppner , Bild: BMWi/Susanne Erkisson
Bild: BMWi/Susanne Erkisson
Die Diskutanten im Gespräch (v.l.): Staatssekretär Dirk Wiese. VKU Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche, SWB-Vorstand Timo Poppe und Start-up-Gründer Dr. Henning Heppner
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Im BMWi fand gestern die Start-up Night! Kommunalwirtschaft statt. 13 Vordenker präsentierten ihre Ideen. Und es wurde Tacheles geredet.

Der Blick in die Zukunft stand im Mittelpunkt der Start-up Night! Kommunalwirtschaft, die gestern Abend zusammen vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) in Berlin ausgerichtet wurde. Insgesamt 13 Start-ups stellt in kurzer und kompakter Form ihre Innovationen in den Feldern Abfall-, Energie- und Wasserwirtschaft vor.

"Start-ups und Unternehmen müssen zusammenwachsen", befand Dirk Wiese, Staatssekretär im BMWi. Und diese Synergie zwischen Mittelstand und Innovationsunternehmen bringe den Erfolg. VKU-Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche wies darauf hin, dass die Stadt künftig als System gesehen werden müsse, da alle Bereiche vernetzt werden. Dies sei eine große Herausforderung. Doch der kommunale Sektor habe sich bereits auf die "digitale Reise" gemacht, um Lösungen zu bieten.

Dramatische Veränderungen kommen

In der zweistündigen Veranstaltung wurde auf die dramatischen Veränderungen hingewiesen, die dem Sektor bevorstehen: Timo Poppe, Vorstand der SWB in Bremen: "Es ist ein Irrglaube, dass wir in zehn bis 15 Jahren noch Geld mit dem Stromverkauf verdienen." Auch Dr. Hans-Heinrich Kleuker, Kaufmännischer Vorstand der TWL in Ludwigshafen, ist sich sicher, dass Peer-to-Peer-Anwendungen kommen werden.

Im Bereich Abfallwirtschaft haben sich fünf Start-ups vorgestellt: Enway präsentierte eine selbstfahrende Kehrmaschine. Greencity Solutions entwickelt gerade eine Pflanzenwand, um der Umweltverschmutzung in Städten entgegen zu wirken. Zolitron Technology befasst sich mit der Füllstand-Detektion von Abfallcontainern. An der gleichen Aufgabe arbeitet auch Binando. Micro Pyros schließlich befasst sich mit der biologischen Methanisierung in Power-to-Gas-Anlagen.

IT-Technik in den Netzen

Im Sektor Energiewirtschaft stellten fünf Start-ups Lösungen vor: Solmove arbeitet an Solarstraßen, die zwar eine höhere Investition darstellen wie normale Asphaltstraßen, aber über die Zeit auch Gewinne erwirtschaften. Mowea stellt ein modulares Kleinwindanlagen-System vor. Optiheat entwickelt einen Controller, um Wärmepumpen zu optimieren. Envelio bringt IT-Technik in die Netze, um sich von der Leistung her zu optimieren. Und Fresh Energy ist ein digitaler Stromanbieter, der mit seiner Software Stromfresser sofort detektiert.

Im Segment Wasserwirtschaft zeigten drei Start-ups ihre Lösungen für eine bessere Zukunft. Variokan befasst sich mit einer smarten Flexibilisierung von Kanälen. Das Produkt wird wie ein Inliner in die Rohre eingeführt und kann dann variabel den Innenquerschnitt verändern. Smart Wind Technologies arbeitet an einem Sensorensystem, um Wasserverluste in Kanalsystemen zu detektieren. Und schließlich Lilian Labs, das die bislang sehr komplexe Wasseranalyse mit einem Gerät abbilden will. (al)

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Zahl des monats

428

Mio. Tonnen Kohlendioxid wurden energiebedingt
im ersten Halbjahr ausgestoßen. Laut der Denkfabrik
Agora Energiewende bedeutet dies, verglichen mit 2016, einen Anstieg von fünf Mio. Tonnen oder 1,2 Prozent.