Bayerische Wirtschaft: Industriestrompreise nicht erhöhen

Die Vereinigung der Bayrischen Wirtschaft (VBW) warnt vor höheren Industriestrompreisen.

Auch aus Sicht der VBW sind Begünstigungsregeln für bestimmte Gruppen zu vermeiden. In Ausnahmefällen hält sie die VBW aber für dringend notwendig. Wer auf die Wirtschaft losgehe und fordere, die Begünstigungen für besonders energieintensive Betriebe zu streichen, gefährde den Standort Deutschland. "Wir haben nur die Wahl, Begünstigungen für bestimmte Stromkunden zu akzeptieren oder den Verlust von Unternehmen und Arbeitsplätzen in Deutschland in Kauf zu nehmen", mahnt VBW-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Nach einer von der VBW beauftragten Studie werde sich bereits in einigen Jahren die Kilowattstunde Strom durch die Kosten des EEG um mehr als 10 ct verteuern. Netzentgelte, Stromsteuer und Mehrwertsteuer trieben den Strompreis weiter.

 

Um das deutsche Strompreis-Dilemma zu lösen, unterstützt die VBW den jüngst auch von Bundesumweltminister Peter Altmaier geforderten kostenorientierten Ansatz bei der Energiewende. Es mache keinen Sinn, begünstigte und nicht begünstigte Stromkunden gegeneinander auszuspielen, so Brossardt. Um alle Stromkunden zu entlasten, müsse eine grundlegende Reform des EEG erfolgen. Die Stromsteuer (Ökosteuer auf Strom) müsse im Übrigen sofort abgeschafft werden. (msz)