Kiel will Ökostrom-Ausnahmen kürzen

Schleswig Holstein schlägt vor, dass sich die Industriebetriebe wieder stärker als bisher an der Förderung von Ökostrom beteiligen.

Vorausgegangen war die Aufforderung des Umweltministers Peter Altmaier an die Länder, bis Ende Januar eigene Vorschläge zu den umstrittenen Ausnahmeregelungen von der EEG-Umlage für die Industrie zu machen. Die schleswig-holsteinische Landesregierung will daher künftig nur noch solche Unternehmen begünstigen, die mehr als 10 Mio. kWh Strom im Jahr verbrauchen und bei denen die Stromkosten mehr als 15 % der Bruttowertschöpfung ausmachen, so die "Süddeutsche Zeitung". Damit würden die alten Regeln, die vor 2012 galten, wieder rückgängig gemacht.

Aber auch für die privilegierten Unternehmen wird es nach dem Kieler Vorschlag teurer. Die kWh soll für diese von 0,05 ct/kWh auf 1 ct/kWh ansteigen. Als Grund nannte der Kieler Energieminister Robert Habeck die sinkenden Preise an der Strombörse, von der die Industriebetriebe profitieren würden. Hinzu kommt eine Ökostrom-Umlage für die Industrie für jene Strommengen, die sie aus eigenen Kohle- und Gaskraftwerken bezieht. (sg)