Bundesrat gegen Speicherheizungen

Der Bundesrat wird der Renaissance der elektrischen Nachtspeicherheizungen wohl eine Absage erteilen und den Vermittlungsausschuss anrufen.

"Der Bundesrat teilt nicht die Auffassung, dass durch elektrische Speicher-heizsysteme ein Beitrag zur Energiewende geleistet wird, in dem diese überschüssigen Wind- und Sonnenstrom aufnehmen." So empfiehlt der Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit dem Bundesrat, bei seiner Sitzung am 7. Juni zu entscheiden und wendet sich gegen das vom Bundestag am 16. Mai 2013 verabschiedete Gesetz.

Die auf Grund von Netzengpässen abgeregelte Strommenge aus erneuerbaren Energien betrug im Jahr 2011 ca. 0,42 TWh, während der Verbrauch der derzeit noch bestehenden ca. 1,6 Mio. elektrischen Speicherheizsysteme bei 10–15 TWh liege, so die Empfehlung. Auch bei einem weiteren dynamischen Ausbau der erneuerbaren Energien sei nicht davon auszugehen, dass mittelfristig ein entsprechender Stromüberschuss aus erneuerbaren Energien bereitstehe: "Im Übrigen können elektrische Speicherheizsysteme insbesondere während der kalten Jahreszeit, in der nur eine geringe Einspeisemenge Solarstrom zur Verfügung steht, zu einer weiteren Belastung der Netzinfrastruktur führen." (hi)