Schmetzke: Wärme als Energiewende-Nagelprobe

Die tatsächliche Herausforderung der Energiewende liegt in der Wärmeversorgung, so Stadtwerke-Chef Frank Schmetzke, Neustrelitz.

Schmetzke, der vom "Nordkurier" zur Preispolitik seines Unternehmens befragt wurde, formulierte sein Erstaunen darüber, dass sich die öffentliche Diskussion um die Energiewende stark auf die Strompreise fokussiere. Die tatsächliche Herausforderung sieht er eher in der Wärmeversorgung. Die schlage für die Verbraucher viel stärker ins Konto, "hier werden Lösungen gebraucht". Deshalb freue ihn besonders, dass der Wärmepreis in seinem Unternehmen 2014 nicht "angefasst" werden muss.

Der Neustrelitzer Stadtwerke-Chef hat nun die Zahlen für 2014 auf dem Tisch und kündigte an: "Die Kunden ­brauchen bei Gas, Wasser und Fernwärme nicht tiefer ins Portemonnaie zu greifen. Lediglich bei Strom sind höhere Aufwendungen ab 1. Januar zu erwarten." Diese Erhöhung treffe zudem nur die Neustrelitzer Kunden des Unternehmens, die aus dem Umland – bisher stärker in Pflicht genommen – blieben ungeschoren.

"Auch im Strombereich werden die rapiden Anstiege 2015 der Vergangenheit angehören, wenn ich die Signale der Politik richtig inter­pretiere", so Schmetzke. Preistreiber seien ja die diversen staatlich ver­ordneten Abgaben gewesen, und die seien seit 2012 immerhin bereits um 10 % gesunken. (ad)