In Zeiten von Corona gratuliert Bundesumweltministerin Svenja Schulze den Preisträgern per Videobotschaft. Screenshot von © www.newsroom-iku-innovationspreis.de/

Das sind die sieben Sieger des Deutschen Klima- und Umwelt-Innovationspreises

Spannende Projekte gab es beim Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt (IKU): Dazu zählen Schwungmassespeicher, smarte Wasserzähler, saubere Peptide, ein Energiemanagement-Portal für Kommunen, ein intelligentes Wärmemanagement und ein neues Heizsystem.

Mit dem IKU würdigen das Bundesumweltministerium (BMU) und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) seit 2009 Projekte und Dienstleistungen, die das Klima und die Umwelt schützen.

In diesem Jahr hatten sich 141 Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Behörden für den Preis beworben. Die für heute in Berlin geplante Preisverleihung wurde aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie abgesagt. Für die Gewinner der jeweiligen Kategorien gab es ein Preisgeld von 25.000 Euro.

Die sieben Sieger:

  • In der Kategorie „Innovation und biologische Vielfalt“ wird die BahnLog GmbH aus St. Ingbert für integrierte Maßnahmen zum Biotop- und Artenschutz in den alltäglichen Abläufen der Firma ausgezeichnet. Das Unternehmen zeigt, welches Potenzial ein Firmengelände für die Unterstützung der lokalen Artenvielfalt bieten kann.
  • Die Gerotor GmbH aus Puchheim gewinnt in der Kategorie „Prozessinnovationen für den Klimaschutz“ mit der Weiterentwicklung des Prinzips eines Schwungmassenspeichers mit neuer Technologie und künstlicher Intelligenz zu einem innovativen Hochleistungsspeicher.
  • Die Lorenz GmbH & Co. KG aus Schelklingen stellt in ihrer intelligent vernetzten Fabrik smarte Wasserzähler her, für die eine 100-prozentige Wiederverwendung über mindestens zwei Produktlebenszyklen hinweg sichergestellt wird. Das verringert den Energie- und Ressourcenaufwand und ermöglicht eine echte Kreislaufwirtschaft. Dafür erhält das Unternehmen einen Preis in der Kategorie „Umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen“.
  • Die Sulfotools GmbH aus Darmstadt macht die Clean Peptide Technology (CPT) marktreif. In diesem Prozess zur Peptidherstellung werden wasserlösliche Schutzgruppen eingesetzt, sodass auf giftige organische Lösemittel verzichtet werden kann. An das Unternehmen geht der Preis in der Kategorie „Umweltfreundliche Technologien“.
  • In der Kategorie „Produkt- und Dienstleistungsinnovationen für den Klimaschutz“ gewinnen die Landesenergieagenturen Baden-Württembergs, Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens mit der Entwicklung des interaktiven Portals Kom.EMS. Dieses Portal unterstützt kommunale Verwaltungen bei Einführung, Verbesserung und Verstetigung ihres Energiemanagements und ermöglicht so durch nichtinvestive Maßnahmen Einsparungen von 15 Prozent. Das Preisgeld von 25.000 Euro wollen die Agenturen in die Weiterentwicklung des Tools investieren.
  • Die vilisto GmbH aus Hamburg bietet ein digitales und selbstlernendes Wärmemanagement für Nichtwohngebäude an. Dazu werden die Heizkörperthermostate „ovis“ eingesetzt, die über eine integrierte Anwesenheitserkennung verfügen. Durch dieses Wärmemanagement werden durchschnittlich 25 Prozent der Heizenergie eingespart. Dafür erhält das Unternehmen den Preis in der Kategorie „Nutzung des digitalen Wandels für klima- und umweltfreundliche Innovationen“.
  • Die watttron GmbH aus Freital gewinnt den Preis in der Kategorie „Produkt- und Dienstleistungsinnovationen für den Klimaschutz“ für die Entwicklung von cera2heat(R). Dabei handelt es sich um ein neues Heizsystem für Thermoformprozesse, zum Beispiel zur Herstellung von Verpackungen wie Joghurtbechern. Damit lassen sich 30 Prozent und mehr an Kunststoff und Heizenergie einsparen.

(sg)