Bis zu vier Milliarden für Engpassmanagement 2023

Die Bundesnetzagentur geht davon aus, dass sich das Stromvolumen von Redispatch und Einspeisemanagement 2023 um den Faktor vier erhöhen könnte.

Dies geht aus einer schriftlichen Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums an den Abgeordneten der Grünen, Oliver Krischer, hervor. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende hatte die Bundesregierung schriftlich gefragt, ob es Studien, Prognosen oder Berechnungen zu den Kosten für Redispatch und Einspeisemanagementmaßnahmen in den kommenden fünf Jahren gebe.

Demnach liegt der Bundesregierung bislang eine Abschätzung des Übertragungsnetzbetreibers Tennet vor, wonach sich das Volumen für Redispatch und Einspeisemanagement von rund sieben Terawattstunden (TWh) 2015 auf 33 TWh 2023 erhöhen könnte. Nach einer Abschätzung der Bundesnetzagentur wird sich das Volumen gegenüber heute um den Faktor vier erhöhen.

Auf Grundlage der heutigen Kostenstruktur würde dies laut BNetzA zu Gesamtkosten des Engpassmanagements von über vier Mrd. Euro 2023 führen können. Dieser Abschätzung liegen Annahmen zugrunde, wie ein Ausbau der erneuerbaren Energien nach EEG 2014, die Installation eines Netzpassmanagement zu Österreich sowie die Errichtung der bis 2023 geplanten Drehstrommaßnahmen und der Bau der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungs(HGÜ)-Korridor A-Süd, besser bekannt als Ultranet. (sg)