Bild: ZfK

Bayerngas tritt aus BDEW aus

Die Bayerngas GmbH verlässt zum Jahresende den BDEW und den VBEW. "Fehlende Unterstützung bei gaswirtschaftlichen Themen" sei einer der Gründe

Zum 31. Dezember wird die Bayerngas GmbH aus München aus dem Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft (VBEW) und dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) aussteigen. Man ziehe die Konsequenzen aus der fehlenden Unterstützung bei gaswirtschaftlichen Themen und der schwachen Wirkung des Verbands bei der Verankerung der Gaswirtschaft als wichtige Stütze einer zukunftsfähigen Energiepolitik, heißt es in der Begründung. Angesichts der nicht unerheblichen Kosten und des zeitintensiven Engagements sehe man "keinen Sinn mehr in einem weiteren Verbleib im BDEW".

Konkreter Streitpunkt soll laut dem Informationsportal Energate die ablehnende Haltung des BDEW zur strategischen Gasspeicherreserve gewesen sein. So habe Bayerngas im Rahmen des "Gasmarkt Design 2.0" eine solche Reserve für eine verbesserte Versorgungssicherheit befürwortet. In einem vom BDEW herausgegebenen Eckpunktepapier zum Gasmarktdesign schreibt der Verband jedoch, dass er eine strategische Reserve für nicht geeignet halte. Der Hauptgesellschafter, die Stadtwerke München (56,3 %), können den Schritt der Bayerngas nachvollziehen, so die SWM zur ZfK.

Der Verband selbst bedauert den Austritt. Ende Januar hatte auch die Nürnberger N-Ergie ihren Austritt aus dem BDEW erklärt. Der Verband verzeichnet eigenen Angaben nach dennoch eine steigende Anzahl von Mitgliedern. Derzeit sind es rd. 1800 Unternehmen. (sg)