Die Residenzstadt Neustrelitz im Winter. Bild: BTOIPS / pixelio.de

Diskrepanzen zwischen Stadtwerken und Ministerium

In Mecklenburg-Vorpommern sind die Fronten zwischen dem Wirtschaftsministerium und dem VKU verhärtet.

Grund hierfür ist der Verdacht des Wirtschaftsministeriums, dass die kommunalen Versorger ihr Fernwärmemonopol zu überhöhten Preisen nutzen. Das Ministerium habe den Betrieben sogar mit rechtlichen Konsequenzen gedroht, sollten diese nicht bis zum 1. November Preissenkungen geprüft haben. Dem „Nordkurier” zufolge sollen sich die örtlichen Fernwärmeversorger nun in einem Brief gegen den „unerfreulichen, ja unverschämten, drohenden, obrigkeitlichen Auftritt” der Ministeriellen verwahrt und von „Inquisition" gegen einzelne Unternehmen geschrieben haben. „Es ist unglaublich, dass man Unternehmen, die die Energiewende in Mecklenburg-Vorpommern mittragen, einen solchen Brief schreibt. So lassen wir jedenfalls nicht mit uns umgehen, das ist ein Schlag ins Gesicht. Wir sind Stadtwerke und manipulieren keine Preise, sondern produzieren unter ganz konkreten Rahmenbedingungen. Natürlich müssen wir unsere Kosten bedienen, ein nicht kostendeckendes Fernwärmenetz wird es nicht geben”, zitiert der „Nordkurier” den Geschäftsführer der Stadtwerke Neustrelitz, Frank Schmetzke. Schmetzke zufolge prüfe dessen Unternehmen außerdem jährlich Preissenkungspotentiale und auch die Tarife seien kein Geheimnis, sondern im Internet abrufbar. Obwohl Schmetzke ankündigte, sich „richtig zu wehren”, hoffen er und der VKU zukünftig auf einen „vertrauensvollen Dialog” mit dem Ministerium. (msz)