Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne).
Bild: © Verkehrsministerium Baden-Württemberg

15 Modellkommunen Klima Mobil

15 Kommunen in Baden-Württemberg wurden im Rahmen des Kompetenznetzes Klima Mobil für die modellhafte Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen im Verkehr ausgewählt.

Den Zuschlag erhielten Althengstett, Burgstetten, Freiburg, Hechingen, Heidelberg, Karlsruhe, Kehl, Ludwigsburg, Ravensburg, Reutlingen, Rottweil, Sachsenheim, Schorndorf, Simonswald und Waldkirch, teilte das Verkehrsministerium mit. "Das Interesse war noch größer als wir es erwartet hatten", wird Verkehrsminister Winfried Hermann zitiert.

Im Fokus der insgesamt 41 eingegangenen Bewerbungen stehen laut der Mitteilung Maßnahmen aus drei zentralen Handlungsfeldern: die Bevorrechtigung umweltfreundlicher Verkehre, das Parkraummanagement und die Verkehrsberuhigung bzw. Straßenraumgestaltung.

Unterstützung auch bei der Akquise von Fördermitteln

Die Projekte befassen sich z.B. mit der Umgestaltung von Ortsdurchfahrten, dem klima- und menschenfreundlichen Stadtumbau, der Einführung verkehrsberuhigter Quartiere, der Förderung von Fuß- und Radverkehr und der Ausweitung des Parkraummanagements.

Das Kompetenznetz Klima Mobil werde die ausgewählten Modellkommunen intensiv bei der Planung und Kommunikation, sowie bei der Akquise von Fördermitteln für die eingereichten Projekte unterstützen, teilte das Ministerium mit. Zeitnah folgten Auftaktgespräche mit den ausgewählten Modellkommunen. Am Ende der Projektlaufzeit im Sommer 2022 solle bei möglichst vielen Projekten die Umsetzung abgeschlossen sein.

Tragfähige Strukturen für die Zukunft schaffen

Wegen der unterschiedlichen Sachstände und dem Ambitionsniveau der Projekte sei dies nicht in allen Fällen sichergestellt. Beispielsweise sei der Umbau von Ortsdurchfahrten häufig sehr zeitintensiv. Wichtiges Ziel des Projekts sei daher auch, tragfähige Strukturen und Netzwerke für die Zukunft zu schaffen und anderen Kommunen ein Vorbild zu sein.

Ergänzend zur intensiven Beratung der Modellkommunen sei im Kompetenznetz Klima Mobil die Gründung eines erweiterten Kommunennetzwerkes vorgesehen, teilte das Verkehrsministerium mit. Dieses richte sich an Städte, Gemeinden, Landkreise und kommunale Zusammenschlüsse, deren Bewerbungen nicht ausgewählt wurden oder die sich grundsätzlich für die Planung von Klimaschutzmaßnahmen interessierten.

2,3 Millionen Euro vom Bundesumweltministerium

Das Kompetenznetz Klima Mobil wurde auf Initiative des Ministeriums für Verkehr von der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) in Kooperation mit der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW) ins Leben gerufen.

Gefördert wird es durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI). Die Fördersumme des Bundes beträgt 2,3 Millionen Euro. Das Land Baden-Württemberg steuert einen finanziellen Eigenanteil in vergleichbarer Höhe bei und unterstützt das Kompetenznetz inhaltlich, heißt es in der Pressemitteilung des Verkehrsministeriums. (hcn)