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EEG-Umlage soll sinken

Nach Berechnungen des Öko-Instituts und Agora Energiewende soll die EEG-Umlage im nächsten Jahr erstmals von aktuell 6,24 auf 5,84 ct/kWh sinken.

Vorausgesetzt der bisherige EEG-Entwurf erweitert nicht die Industrieprivilegien, könnte die EEG-Umlage zum ersten Mal in ihrer Geschichte sinken. Das teilte Agora Energiewende mit, das Fachinstitut bietet auf seiner Seite www.agora-energiewende.de/eeg-rechner einen frei verfügbaren EEG-Rechner an, den das Öko-Institut an die Beschlüsse des Bundeskabinetts zur Novelle des Gesetzes angepasst hat. Je nach Entwicklung des Börsenstrompreises sowie der Wind- und Solarstromproduktion im Sommer liege die Umlage 2015 im Bereich von 5,8 bis 6,2 ct/kWh.

Die Hauptursache werden Einmaleffekte sein: Prognosefehler in den vergangenen Jahren, die erhebliche Defizite mit sich zogen und über einen Sonder-Zuschlag in der EEG-Umlage 2014 korrigiert wurden. Der Zuschlag könnte nun 2015 entfallen und sich die Umlage dementsprechend reduzieren.

Dr. Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende, schränkt allerdings ein: Würden die Industrieprivilegien gegenüber dem Kabinettsbeschluss ausgeweitet werden, "dann kann die EEG-Umlage 2015 den Wert von 2014 auch übertreffen". Mit dem Rechner könne man detailliert durchspielen, durch welche Maßnahmen sich die EEG-Umlage weiter beeinflussen lässt. Den EEG-Rechner entwickelte das Öko-Institut im Auftrag von Agora Energiewende. (sg)