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Efet will besser planen können

Händlerverband begrüßt den Vorschlag, Einspeisemanagement und Redispatch zusammenzuführen.

Efet Deutschland, der Verband der Energiehändler, begrüßt den vom Bundeskabinett beschlossenen Vorschlag zur Weiterentwicklung des Netzausbaubeschleunigungsgesetzes (NABEG). Darin sollen die erneuerbaren Energien in das Redispatchsystem integriert werden.

"Das Zusammenführen von Einspeisemanagement und Redispatch zu einem einheitlichen Regime ist ein wichtiger Schritt in Richtung eines effizienten und harmonisierten Redispatchprozesses", so Claudia Gellert, Leiterin der German Task Force Electricity bei Efet Deutschland, bei einer Pressekonferenz auf der E-World. Die Übernahme des energetisch-bilanziellen Ausgleichs durch den Netzbetreiber verringere das Ausgleichsenergierisiko beim Bilanzkreisverantwortlichen.

Gegenläufige Handelsgeschäfte vermeiden

Nötig sei aber eine rechtzeitige Information vor der Maßnahme vom Netzbetreiber in Richtung Markt. Diese Information sei für den Bilanzkreisverantwortlichen wichtig, da er bei Unkenntnis gegenläufige Handelsgeschäfte eingeht, um seinen Bilanzkreis auszugleichen.

Im Gasbereich fordert der Verband, dass die für 2022 geplante Zusammenlegung der Marktgebiete langsam Gestalt annehmen müsse. Die Händler wollen "mitgestalten, und nicht nur informiert werden". Die Zusammenlegung dürfe nicht zu Einschränkungen der Netznutzung führen, aber ebenso wenig zu unnötigen, mit Netzausbau verbundenen Kosten führen. Efet schlägt einen marktlichen Ansatz der Engpassbewirtschaftung vor, wie er gerade in Frankreich eingeführt werde.

Beim Gasnetzzugang lobt Efet das Briefmarkensystem – eine geografische Lenkungswirkung gehe vom Netzentgelt dann nicht mehr aus. (wa)