"Energieeffizienz wirtschaftlichste Säule der Energiewende"

Deutschland könnte seine Energiekosten bis in acht Jahren um 15 Mrd. € stärker senken.

Diese Rechnung machte heute die Deutsche Energie-Agentur (Dena) zum Auftakt ihres Energieeffizienz-Kongresses auf. Demnach spart die deutsche Volkswirtschaft beim reinen Fortschreiben der bisherigen Trends (konservatives Szenario) 2020 gegenüber dem Basisjahr 2008 rund 18 Mrd. € Energiekosten oder 7 % des Endenergieverbrauchs von heute 2,5 Bio. kWh ein. In einem Energiewende-Szenario wären es aber 33 Mrd. € oder mit 13 % fast die doppelte Endenergie-Einsparung, so die Dena.

"Bei der Energieeffizienz fahren wir immer noch mit angezogener Handbremse", kommentierte Dena-Chef Stephan Kohler. Er forderte u.a. eine Aufstockung der Fördermittel für die energetische Gebäudesanierung (KfW-Programm plus Steuerabschreibungsregeln) auf 5 Mrd. €, neue Programme zugunsten energieeffizienter Haushaltsgeräte, speziell auch für Einkommensschwache, entsprechende Querschnitts-Technologien in der Industrie sowie die Hebung von Potentialen bei der öffentlichen Beschaffung. (geo)