Energy Award – AÜW "Stadtwerk des Jahres"

Die Allgäuer Überlandwerke (AÜW) haben sich als "Stadtwerk des Jahres" beim Energy Award durchgesetzt. "Energie-Startup des Jahres" ist Next Kraftwerke.

Die Energy Awards zeichnen in fünf Kategorien besonders außergewöhnliche Projekte im Rahmen der Energiewende aus. Der "Branchen-Oscar", so die Eigentitulierung, wird von der Energy Academy vergeben, einem Think-Tank vom "Handelsblatt" und General Electric. Zum "Stadtwerke des Jahres" 2014 wurden die Allgäuer Überlandwerke gekürt, die 100 Mio. € in den Aufbau von Windkraftanlagen, Solarparks und Pumpkraftwerken investierten. Weitere 14 Mio. € flossen dabei für den Um- und Ausbau von Überlandleitungen. Derzeit werden 35 % der Kunden aus dem AÜW-Gebiet mit erneuerbaren Energien versorgt.

Punkten konnte auch das Kölner Start-Up Next Kraftwerke, dessen Gründer Hendrik Sämisch und Jochen Schwill während ihrer Doktorarbeit die Idee des virtuellen Kraftwerks entwickelten. Nach der Dissertation gründeten sie das Unternehmen, das inzwischen 100 Mio. € umsetzt. Dabei bündeln sie viele kleine Produzenten zu einem virtuellen Kraftwerk und bieten definierte Strompakete für eine Provision. Damit ist der Regelenergie-Anbieter zum "Energie-Startup des Jahres" geworden.

Im Bereich Mobilität gewann Ubitricity mit seiner Idee für intelligente Ladekabel statt Säulen. Ein solches Kabel ist mit einem kleinen Kasten samt Display ausgestattet und zählt Ladedauer sowie Strommengen, die an den jeweiligen Betreiber übermittelt werden. Das Angebot soll es von 2015 an im deutschsprachigen Raum geben. Seit Frühjahr läuft am Bodensee bereits ein Feldversuch. (sg)