Erneuerbaren-Anteil steigt auf 35 Prozent

Windkraft an Land liefert am meisten, Windkraft auf See wächst am stärksten.

Im ersten Halbjahr 2017 lag der Anteil von erneuerbaren Energien an der Deckung des Strombedarfs in Deutschland bei 35 Prozent. Dies ist ein Zuwachs um zwei Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreszeitraum, sagen die vorläufigen Zahlen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Mit 39,4 Mrd. Kilowattstunden sei Windkraft an Land wieder der größte Erzeuger von Ökostrom gewesen. Der Zuwachs lag bei 13,6 Prozent. Erheblich stärker wuchs mit 47,5 Prozent die Windkraft auf See, die auf 8,8 Mrd. kWh zulegte. Der Beitrag der Biomasse stieg um 2,2 Prozent auf 23,2 Mrd. kWh. Photovoltaik legte um 13,5 Prozent auf 21,9 Mrd. kWh zu.

Leider halte der notwendige Netzausbau nicht annähernd Schritt mit dem Zuwachs an regenerativen Anlagen, beklagt der BDEW. Grund dafür sei, dass durch politische Diskussionen viel Zeit verloren gegangen sei. Netzausbau und Erneuerbaren-Ausbau müssten deutlich stärker miteinander verzahnt werden. (wa)