Norwegen gibt Zusage für Seekabel nach Deutschland

Der norwegische Erdöl- und Energieministers Ola Borten Moe hat dem Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Philipp Rösler die Zusage gegeben, Deutschland per Seekabel mit Norwegen zu verbinden.

"Die Zusage des norwegischen Erdöl- und Energieministers Ola Borten Moe, dass Norwegen zuerst das Seekabelprojekt mit Deutschland und nicht mit Großbritannien umsetzt, ist ein gutes Signal für den deutschen Strommarkt", erklärt der energiepolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Klaus Breil. Der damit verbundene physische Zugriff auf den norwegischen Strommarkt mit seinen großen Pumpkraftwerksspeichern stärke die Versorgungssicherheit für Deutschland. Das Seekabel soll ab 2018 in Betrieb gehen.

 

Die Entscheidung der norwegischen Regierung, die erste Seekabelverbindung von Norwegen nach Deutschland zu bauen, ist zu begrüßen, so Oliver Krischer, Energieexperte der Grünen."Wir brauchen die europäische Vernetzung der erneuerbaren Erzeugungskapazitäten. Der Verbindung der Windkraft an der windreichen Nordsee mit den Wasserkraftwerken in Norwegen ist ein wesentlicher Baustein der Energiewende. Wir brauchen endlich eine gemeinsame Energiestrategie mit Norwegen, um die Stärken unserer erneuerbaren Energiepotentiale zusammen zu bringen. Von der jetzt getroffenen Entscheidung werden beide Seiten profitieren. Schon viel zu lange hat Schwarz-Gelb bei der Seekabelverbindung im Bremserhäuschen gesessen", so Krischer. (al)