Dr. Jörg Vogt (Trianel-Geschäftsführer) und Sven Becker (Sprecher der Trianel-Geschäftsführung). Bild: Trianel

EEG-Reform mit Blick auf Energie-Gesamtsystem

Die geplante EEG-Reform darf getätigte Investitionen in erneuerbare Energien nicht nachträglich entwerten oder die Investoren verunsichern.

"Das EEG hat wesentlich dazu beigetragen, dass heute jede vierte Kilowattstunde Strom in Deutschland aus erneuerbaren Energien stammt", formulierte Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke-Kooperation Trianel, nachdem die Verhandlungsführer der Arbeitsgruppe Energie bei den Koalitionsgesprächen angekündigt hatten, bis Ostern 2014 solle eine EEG-Novelle ausgearbeitet sein, die die Förderung von Regenerativenergie kappt.

"Verlässlichkeit bleibt eine zentrale Säule für Investitionen, insbesondere bei Projekten, die über 20 Jahre abgeschrieben werden", so der Trianel-Chef weiter. Der Erfolg der Erneuerbaren müsse mit dem energiewirtschaftlichen Gesamtsystem synchronisiert werden, um alle Ziele der Energiewende zu erreichen. Dazu gehöre der Ausbau der Erneuerbaren, Klimaschutz sowie Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit. Die grundsätzlichen Ausbauziele für die erneuerbaren Energien sollten keinesfalls reduziert werden.

Mit der Direktvermarktung und dem Marktprämienmodell habe der Gesetzgeber bereits Anfang 2012 ein Instrument zur Förderung der Erneuerbaren geschaffen, mit dem der erneuerbare Strom sinnvoll in den Strommarkt integriert werden könne. Nach den letzten Zahlen der Übertragungsnetzbetreiber (22. Juli 2013) werden bereits 32 654 MW der installierten Leistung von EE-Anlagen an der Strombörse gehandelt. Damit bewiesen die EE-Anlagenbetreiber, dass erneuerbarer Strom nach den Gesetzen von Angebot und Nachfrage in das Gesamtsystem integriert werden könne. "Der Erfolg der Direktvermarktung mit ihren positiven Effekten für den Strommarkt und der Entlastung für das EEG-Umlage-Konto sollte vorangetrieben werden", betont Becker. (ad)