Fell: Modell für Kombikraftwerksvergütung

Investitionen in erneuerbare Energien sorgen selbst für den Ausgleich der Volatilitäten von Wind- und Solarenergie.

Aufbauend auf diesem Credo hat der Grünen-Politiker Hans-Josef Fell ein Eckpunktepapier vorgestellt, in dem er eine Vergütung für Kombikraftwerke fordert. Eine feste Kombikraftwerksvergütung von 10 ct/kWh über 20 Jahre wäre laut Fell der entscheidende Anreiz für Kombikonzepte, damit Unternehmen die Stärken von regelbaren und fluktuierenden Stromerzeugungsanlagen binden und die Schwächen ausgleichen.

Die Forcierung einer Sektorkopplung für die Bereiche Strom, Wärme und Mobilität ist für den Ausbau der erneuerbaren Energien wichtig, wird das Plädoyer für das Modell eingeleitet. Gerade regional aufgebaute 100-Prozent-Erneuerbare-Versorgungen böten optimale Voraussetzungen, um dieses als wichtig erkannte Element für eine komplette Energiewende zu erproben. Im EEG müsste ein neuer Vergütungssatz für Kombikraftwerke mit einem Mix aus 100 Prozent erneuerbaren Energien eingeführt werden, die in ihrem Versorgungsgebiet bzw. im lokalen Objekt für den Ausgleich der Volatilitäten sorgten und so die Aufgaben für die Netzbetreiber minimierten.

Die Vergütung würde für Anlageninvestitionen gewährt werden, die mit einem selbst zu bestimmenden Mix aus Erzeugungsanlagen und Speichern ganzjährig und viertelstundengenau die komplette Stromnachfrage vor Ort abdeckten. Diese Kombikraftwerke würden erheblich zur Reduzierung von Netzausbaukosten als auch den Energiewendekosten insgesamt beitragen. (ad)