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10 Oktober 2017 | 11:30

"Grünes Gas sichert Klimaziel 2050 günstiger"

Blick in die Wasserstoffeinspeisung innerhalb der weltweit ersten Demo-Anlage für Power to Gas zur Einspeisung von Wasserstoff ins Gasverteilnetz in Frankfurt am Main. Die Anlage von 13 Beteiligungsstadtwerken der Thüga existierte von 2014 bis zum Sommer 2017 und wurde dann abgebaut., Bild: © Mainova
Bild: © Mainova
Blick in die Wasserstoffeinspeisung innerhalb der weltweit ersten Demo-Anlage für Power to Gas zur Einspeisung von Wasserstoff ins Gasverteilnetz in Frankfurt am Main. Die Anlage von 13 Beteiligungsstadtwerken der Thüga existierte von 2014 bis zum Sommer 2017 und wurde dann abgebaut.
Die Gaswirtschaft bringt sich mit Gutachten zur künftigen deutschen Energie- und Klimapolitik in Stellung. Auftakt am Montag: die Ferngasnetzbetreiber.

Die 40 000 Kilometer Ferngasleitung in Deutschland sind ein effizientes Instrument, damit Deutschland die nahezu vollständige Dekarbonisierung seiner Wirtschaft bis 2050 erreicht – vorausgesetzt, durch die Röhren strömt ein merklicher Anteil klimaneutralen Gases. Dies ist das Ergebnis einer Auftragsstudie, die die Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas (FNB) am Montag vorstellte.

Die Studie von Frontier Economics, IAEW, Four Management und Emcel ist, wie man in gaswirtschaftlichen Kreisen hört, der Auftakt zu einer Reihe von Gutachten, mit denen sich die Branche für ein Ende der Marginalisierung von Gas in der Vision einer "All-electric Society" von Energiestaatssekretär Rainer Baake und anderen einsetzen wird. Die Vorteile des Gegenkonzepts aus Sicht der FNB:

  • Deutschland spare ums Jahr 2050 herum, wenn der deutsche Treibhausgasausstoß um bis zu 95 Prozent verringert sein soll, jährlich zwölf Mrd. Euro ein, wenn es auf das Ferngasnetz mit klimaneutral erzeugtem Gas setzt.
  • Zudem reduziere von 2035 an es den Ausbaubedarf im Stromübertragungsnetz sowie den entsprechenden Bedarf im Elektrizitätsverteilnetz.
  • Damit steige auch die gesellschaftliche Akzeptanz der Energiewende.
  • Nicht zuletzt bringe das Ferngasnetz als "effizienter" Energiespeicher in Kombination mit der chemischen Erzeugung synthetischen Methans und Wasserstoffs mit Hilfe von regenerativem Überschussstrom (Power to Gas) die Wärmewende "entscheidend" voran.

(geo)

Hier externer Downloadlink zur FNB-Auftragsstudie von Frontier Economics und anderen

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Megawatt betrug der Zubau an Ökostromleistung weltweit in 2016, berichtet die Internationale Energieagentur (IEA). Das ist ein Plus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr und umfasst nahezu zwei Drittel der neuen Stromerzeugung.