Mecklenburg-Vorpommern reguliert wieder selbst

Mecklenburg-Vorpommern hat seine Aufgabe als Landesregulierungsbehörde für die 40 Gas- und Stromnetzbetreiber wieder selbst in die Hand genommen.

Die neue Behörde wurde im Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung angesiedelt. Bis Ende 2015 war diese Aufgabe durch die Bundesnetzagentur für alle netzbetreibenden Unternehmen im Land wahrgenommen worden.

Eine eigene Regulierungsbehörde soll den Unternehmen im Land – vor allem Stadtwerken – kurze Wege und Ansprechpartner vor Ort sowie zeitnahe Verfahren bieten, streicht Energieminister Christian Pegel hervor. Daher nehme das Land seit 1. Januar seine Zuständigkeit als Landesregulierungsbehörde wieder selbst wahr.

Zuvor hatten die Stadtwerke in Mecklenburg-Vorpommern immer wieder kritisiert, dass die in Bonn ansässige Bundesnetzagentur die Besonderheiten des Landes wie etwa die dünne Besiedlungsdichte und die besonderen Effekte durch den Tourismus, die nachwendebedingten Aufgaben und die rechnerisch hundertprozentige Versorgung des Strombedarfs aus Erneuerbaren nicht hinreichend berücksichtigte. (sg)