Mehr Geld für Effizienztechnik

Baden-Württemberg hat seine Förderung für die Markteinführung von Mikro-BHKW mit Brennstoffzellentechnik aufgestockt und verlängert.

Im Rahmen des Programms „Wärmewende im Heizungskeller“ stehen weitere 400 000 € Fördermittel zur Verfügung. Anträge können noch bis 30. September diesen Jahres gestellt werden. „Wir sind positiv überrascht von der bisherigen regen Nachfrage und wollen einen aktiven Beitrag zur Markteinführung der Effizienztechnik leisten“, sagte der Sprecher des Stuttgarter Umweltministeriums Frank Lorho gegenüber der ZfK. Seit vergangenen Sommer seien bereits 111 Anträge mit einem Volumen von knapp 1 Mio. € gestellt worden, die hierdurch ausgelösten Investitionen beim Einbau der Geräte lägen bei gut 3,3 Mio. €. Das Gesamtvolumen des Programms betrage nun 1,4 Mio. €.

Gefördert werden hocheffiziente Brennstoffzellen-Mikro-Kraftwärmekopplungsanlagen im privaten und gewerblichen Bereich mit einer elektrischen Leistung von bis zu 10 kW. Der Zuschuss beläuft sich auf 8000 € für das erste kW, 2500 € für das zweite und dritte kW und 1000 € für jedes weitere. Die Geräte müssen einen elektrischen Wirkungsgrad von mindestens 30 % und einen Gesamtwirkungsgrad von mindestens 82 % aufweisen und in ein effizientes Gesamtsystem eingebaut sein. Zudem muss ein Wartungsvertrag mit einer Laufzeit von mindestens 10 Jahren vorliegen. 15 sogenannte Nachfragebündler, darunter Stadtwerke, Energieversorger, Elektrobetriebe und Hersteller, unterstützen das Programm. Sie finden die Endkunden, beraten und unterstützen diese bei der Antragstellung. „Wir sind mit dem Interesse und der Abwicklung des Wärmewende-Programms des Umweltministeriums sehr zufrieden“, sagte Roland Kress, Sprecher der Mannheimer MVV gegenüber der ZfK.

Darüber hinaus werden Mini-Blockheizkraftwerke (BHKW) mit Brennstoffzelle mit einer elektrischen Leistung von bis zu 20 kW, die nicht in Fernwärmegebieten liegen, auch vom Bundesumweltministerium im Rahmen des Aktionsprogramms Klimaschutz gefördert. Eine Doppelförderung aus Landes- und Bundesmitteln ist allerdings nicht möglich. (hcn)