Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Petersberger Klimadialog
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Merkel will Klimaneutralität ab 2050

Beim Petersberger Klimadialog am Montag und Dienstag kamen Minister und Unterhändler aus rund 35 Staaten zusammen. Dort positionierte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Vorschlag des französischen Präsidenten Emmanuel Macron.

Bundeskanzlerin Merkel hat auf dem Klimadialog Zustimmung für die Initiative von Emmanuel Macron, die EU bis 2050 klimaneutral zu machen, signalisiert. Ziel der CDU-Politikerin ist es, im Klimakabinett der Bundesregierung einen Weg zu finden, um bis 2050 eine ausgeglichene CO2-Bilanz zu erreichen. Das bedeute nicht zwingend gar keine Treibhausgase mehr auszustoßen, aber diese durch Aufforstung oder Speicherung zu neutralisieren.

Vergangene Woche war Merkel von Klimaschützern kritisiert worden, weil sie sich unter Verweis auf Deutschlands Klimaschutzziele der Initiative zunächst nicht angeschlossen hatte. Deutschland soll Stand jetzt bis 2050 den Treibhausgas-Ausstoß um 80 bis 95 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren.

Merkel stärkt Umweltministerin den Rücken

Beim Streit um ein Klimaschutzgesetz innerhalb der Bundesregierung hat sich Merkel klar hinter die Umweltministerin Svenja Schule (SPD) gestellt. Die Umweltminister dürften im Kampf gegen die Erderwärmung nicht alleine gelassen werden, sondern „das ganze Kabinett dahinterstehen.“ Es müsste nun der richtige „Mix aus Ordnungsrecht und vielleicht auch marktwirtschaftlichen Methoden“ gefunden werden, um die EU-Vorgaben für CO2-Budgets zu erreichen und die Ausgaben für zusätzliche Zertifikate möglichst gering zu halten. Zur Debatte über eine mögliche CO2-Steuer äußerte sich die Bundeskanzlerin nicht. (pm/dpa)