Das Braunkohle-Tagebau-Abbaugebiet Garzweiler II hat eine Genehmigung bis 2045. Dies stellt deutschlandweit die längste Genehmigungsfrist von Tagebauen dar. Bild: © AOEP Artists / pixelio.de

Rheinisches Revier will zügig Strukturprogramm vorlegen

Im Rheinische Braunkohlerevier wollen die Experten nun ein Konzept entwickeln, das der Kohlekommission Hilfestellung bietet.

Das Rheinische Braunkohlerevier will zügig sein Programm für den Strukturwandel als Position für die Kohlekommission vorlegen. Die Arbeiten würden nach einem Beschluss des Aufsichtsrates jetzt noch mal intensiviert, sagte ein Sprecher der Zukunftsagentur Rheinisches Revier am Mittwoch. «Allen Beteiligten ist klar, dass das schnell gehen muss», sagte Christian Wirtz. Einen konkreten Termin gebe es zwar nicht, aber das Programm werde eher in Wochen als in Monaten vorgelegt.

Die Region setze für den Strukturwandel auf drei Themenfelder: Energie, Innovation und Forschung sowie Infrastruktur und Flächennutzung. Die Ideensammlung für Strategien, Projekte und Kooperationen, die in das «Strukturprogramm 2045» einfließen sollen, lief schon länger. Die Themen würden jetzt strukturiert und konkretisiert.

Die Zeit drängt

Gesellschafter der Zukunftsagentur sind sechs Kreise des Reviers, regionale Wirtschaftskammern und die Bergbaugewerkschaft IGBCE. Der Braunkohletagebau Garzweiler II hat eine Abbaugenehmigung bis 2045 und damit die längste Laufzeit im Rheinland. Die von der Bundesregierung eingesetzte Kohlekommission soll bis Ende Oktober Vorschläge unter anderem zum Strukturwandel in den Braunkohleregionen vorlegen.

Das regionale Investitionskonzept der Lausitz ist bereits öffentlich einsehbar. Dieses beschäftigt sich nach Angaben der Bezirksregierung Köln mit vergleichbaren Themen wie das des Rheinlands. (dpa/al)