Eine Besuchergruppe rund um den niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies steht in der Schachtanlage Asse neben einem Sammelbecken für radioaktiv belastete Lauge. Lies besuchte das Atommülllager Asse bei Remlingen, um sich über den Stand der Rückholung von Atommüll zu informieren. Bis die ersten Atom-Abfälle aus der Asse gebracht werden, dauert es laut Lies noch mindestens bis 2033. Bild: Ole Spata/dpa

Rückholung des Asse-Mülls ist Milliardenprojekt

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies hat die Rückholung des Mülls aus dem Atommülllager Asse als "ein Milliardenprojekt von zentraler Bedeutung" für das Land bezeichnet.

"Die sichere Stilllegung stellt eine der größten Herausforderungen dar", sagte der SPD-Politiker am Mittwoch (5. Dezember) bei einem Besuch des Atommülllagers bei Wolfenbüttel. Begleitet wurde der Minister unter anderem vom Technischen Geschäftsführer der Bundesgesellschaft für Endlagerung, Thomas Lautsch, und dem Präsidenten des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie, Andreas Sikorski. Lautsch erläuterte dabei, dass bis zu 100 Mio. Euro jährlich in die Rückholung investiert würden. Frühestens im Jahr 2033 könne damit begonnen werden.

In dem maroden Atommülllager Asse liegen in 13 Kammern rund 126.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen. Zwei Kammern liegen im mittleren Teil und zehn in der Südflanke des ehemaligen Bergwerks in einer Tiefe von 725 bis 750 Metern unter der Erde. Eine Kammer mit mittelradioaktiven Abfällen liegt in einem anderen Teil des Werkes in einer Tiefe von 511 Metern. (dpa/hil)