Standpauke zur Energiepolitik in Sindelfingen

Zur Finanzierung der Energiewende wird lt. Dr. Karl Peter Hoffmann mehr Geld als nötig ausgegeben.

Der Geschäftsführer der Stadtwerke Sindelfingen griff anlässlich der Eröffnung der Messe Haus & Energie in Sindelfingen wegen der Kosten die Politik massiv an, berichtet die Sindelfinger Zeitung / Böblinger Zeitung (SZ/BZ). Ständig bekomme man Erfolgsmeldungen zu hören, so Dr. Hoffmann: über den fortschreitenden Ausbau der erneuerbaren Energien, über sinkende Preise an der Strombörse oder – Mitten im letzten Winter – über den Verkauf von Strom an Frankreich. Oft werde mit solchen Aussagen aber nur die halbe Wahrheit transportiert: „Und Halbwahrheiten können auch große Lügen sein.“

So sei es zwar richtig, dass der Anteil der erneuerbaren Energie am Stromverbrauch von 6,5 % im Jahr 2000 bis heute auf über 20 % gestiegen sei. Doch gleichzeitig seien auch die Umlagen von 1 Mrd. € auf über 20 Mrd. € gestiegen. Der Stadtwerke-Geschäftsführer: „Effizienz sieht anders aus.“

Die Politik habe mit Subventionen einerseits, gegen die er sich sehr entschieden aussprach, und schwierigen Genehmigungsverfahren andererseits (etwa für Leitungen) ein planwirtschaftliches und ineffizientes System geschaffen. Er hoffe, dass es wenigstens nach der Bundestagswahl, unabhängig von deren Ausgang, zu einer Reform komme. (ad)