Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (l.) und seine Frau Elke Büdenbender (r.) unterhalten sich bei einer Fährfahrt auf die Insel Heimaey auf den Westmännerinseln mit Antje Boëtius, Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts. Boëtius ist als Gast des Bundespräsidenten bei der Reise dabei. Bundespräsident Steinmeier und seine Frau sind zu einem zweitägigen Staatsbesuch in Island.
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Steinmeier: Auch Deutschland muss mehr für Klimaschutz tun

Der Bundespräsident besucht während seiner Island-Reise den am schnellsten schmelzende Gletscher der Insel.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sieht auch Deutschland in der Verantwortung, mehr gegen den weltweiten Klimawandel zu tun. Zwar sei es auch ein Verdienst Deutschlands, dass das Pariser Klimaschutzabkommen überhaupt zustande gekommen sei, sagte er am Donnerstag bei einer Besichtigung des schnell schmelzenden Sólheimajökull-Gletschers in Island. Darauf dürfe sich Deutschland aber nicht ausruhen: "Gegenwärtig ringen wir nicht nur in Europa, sondern mit anderen Teilen der Welt um die Umsetzung der Vereinbarung. Und da steht Deutschland nicht weniger in der Pflicht als andere Staaten auch."

Der Sólheimajökull sei der am schnellsten schmelzende Gletscher Islands, erläuterte die Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung, Prof. Antje Boetius. Sie begleitete Steinmeier bei seinem Staatsbesuch in Island. Die Insel habe bereits mehr als zehn Prozent ihrer Gletschermasse verloren und damit einen Millimeter zum weltweiten Anstieg des Meeresspiegels beigetragen.

"Wir sollten an unserem guten Ruf festhalten"

Steinmeier sagte mit Blick auf den oft kritisierten nachlassenden Schwung bei den Klimaanstrengungen in Deutschland: "Wir sollten an unserem guten Ruf, den wir uns in der Vergangenheit erarbeitet haben, festhalten und weiterhin Vorreiter in Fragen des Klimaschutzes bleiben." Island könne hier beispielgebend sein. (dpa/hil)