Umfrage: Bürger fordern Strompreisbremse

88 % der Teilnehmer einer Umfrage direkt nach der Wahl halten eine Begrenzung des Strompreisanstiegs für wichtig.

Im Auftrag von e21.info hat das Marktforschungsinstitut YouGov nach der Wahl ein repräsentatives Stimmungsbild zur Energiepolitik bei den Bundesbürgern eingeholt - u. a. mit folgenden Ergebnissen: 68 % der Bundesbürger gaben an, dass die Energiepolitik Einfluss auf ihre Wahlentscheidung hatte, bei 20 % sogar einen großen bzw. den größten Einfluss.

Gut 35 % der Befragten halten eine rot-rot-grüne Koalition (SPD, Grüne+Linke) für "eher förderlich" für die Energiewende. Schwarz-Grün (CDU/CSU+Grüne) trauen dies nur 28,5 % zu, einer großen Koalition (CDU/CSU+SPD) sogar nur knapp 25 %.

Der Handlungsdruck auf die neue Bundesregierung ist enorm: 88 % der Befragten halten eine Begrenzung des Strompreisanstiegs für wichtig. 81 % sprechen sich zudem für einen schnelleren Ausbau der Stromnetze aus. 80 % sind dafür, dass Bürger bei Energieprojekten stärker einbezogen werden.

Uneinigkeit besteht beim Thema Windkraft: 33 % sind für eine stärkere Begrenzung des Zubaus im Binnenland, ein Drittel hält dies dagegen für falsch.
36 % der Befragten erwarten von der Bundesregierung ein Ende der Solarstromförderung. Gegen diese Maßnahmen sprachen sich 31,5 % aus. (hi)