VBEW: Solaranlagenbesitzer helfen Bedürftigen

Solaranlagenbetreiber sollen Bedürftigen helfen, fordert der Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft (VBEW).

Über 400.000 Photovoltaikanlagenbetreiber in Bayern haben gute Erlö­se erzielt, so der VBEW. Eine Familie mit einem durch­schnittlichen Jahresstromverbrauch von 3.000 kWh subventioniere die Anlagenbetreiber unmittelbar mit rd. 220 € für das Jahr 2013. "Wer von der Energiewende finanziell profitiert, sollte auch mithelfen, soziale Här­ten abzufedern, die durch hohe Strompreise verursacht werden.

Die Photovoltaikan­lagenbetreiber könnten freiwillig einen kleinen Teil ihrer Vergütung in einen Sozialfonds einzahlen, um beispielsweise Familien mit geringem Einkommen beim Bezahlen ihrer Stromrechnung zu helfen", schlägt VBEW-Geschäftsführer Det­lef Fischer vor.

In Bayern sind über 400.000 Photovoltaikanlagen mit einer Spitzenleistung von 9.000 MW am Netz. Die durchschnitt­liche Vergütung pro erzeugter Kilowattstunde (kWh) liege 2012 bei rd. 35 ct, während Strom an der Börse für rd. 5 Cent/kWh zu haben sei. Wenn nur jeder zehnte bayerische Photovoltaikanlagenbetreiber freiwillig 1 ct pro erzeugter kWh in einen Sozialfonds geben würde, kämen jährlich 10 Mio. € zusammen. Damit könnte man beispielsweise 20.000 bedürftigen Stromverbrauchern mit jeweils 500 € beim Bezahlen der Stromrechnung unter die Arme greifen, so der VBEW. (hi)