Vereinbarungen zu abschaltbaren Lasten

Bundeskabinett beschließt Neuerung: Künftig wird die Bereitstellung der Abschaltleistung wöchentlich ausgeschrieben.

Das Kabinett hat am Mittwoch den vom Bundeswirtschaftsministerium vorgelegten Entwurf einer Verordnung über Vereinbarungen zu abschaltbaren Lasten (AbLaV) beschlossen. Damit wird die Beschaffung und Nutzung sogenannter abschaltbarer Lasten gegenüber der Vorgängerregelung konsequent weiterentwickelt, berichtet das Wirtschaftsministerium in einer Presseerklärung. Insbesondere wird die Beschaffung stärker wettbewerblich ausgerichtet: Künftig wird die Bereitstellung der Abschaltleistung wöchentlich ausgeschrieben.

Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft (BNE) übte Kritik an dem Entwurf: "Es ist wichtig, Flexibilitätspotenziale anzureizen. Nach Meinung des BNE ist dafür der Regelenergiemarkt im Vergleich zur AbLaV aber der geeignetere und zudem deutlich kosteneffizientere Rahmen. Anzuerkennen ist allerdings, dass das Bundeswirtschaftsministerium im vorliegenden Entwurf zentrale Bedenken berücksichtigt hat. So sollen die Bedingungen für das Poolen von Anlagen verbessert und die Rahmenbedingungen zwischen Regelleistungsmarkt und AbLaV stärker synchronisiert werden. Wichtig ist zudem, dass auch Aggregatoren, die Lastverschiebungspotenziale bündeln, in die AbLaV eingebunden werden können. Die Verbesserungen beim Pooling tragen dazu jedenfalls bei." (al)