Thermografie als Analyseinstrument für energetische Gebäudesanierung: Die roten Bereiche zeigen an, wo ein Gebäude schlecht gedämmt ist. Bild: Stadtwerke Bochum

Verschärfung der Effizienzstandards für Neubauten

Vom 1. Mai an gilt die neue Energieeinsparverordnung.

Am 1. Mai 2014 tritt die novellierte Energieeinsparverordnung in Kraft. Die
Novellierung bringt eine Reihe wichtiger Änderungen, vor allem rund um
den Energieausweis.

Die Neuregelungen stärken die Aussagekraft von Energieausweisen und
erweitern bzw. verdeutlichen die Pflichten bei Ausstellung und Verwendung
von Energieausweisen, um die Transparenz auf dem Immobilienmarkt zu
verbessern. Neue Energieausweise für Wohngebäude enthalten künftig auch
die Angabe von Energieeffizienzklassen und müssen spätestens bei der
Besichtigung eines Kauf- oder Mietobjekts vorgelegt werden. Nach
Vertragsabschluss erhält der Käufer oder der neue Mieter eine Kopie des
Dokuments.

Neues Recht gilt künftig auch für Immobilienanzeigen. Wer zum Zeitpunkt der Aufgabe der Anzeige bereits einen Energieausweis hat, muss in die Anzeige bestimmte energetische Angaben aus dem Ausweis aufnehmen.

Ein weiteres Kernelement der Novellierung ist die Verschärfung der Effizienzstandards für Neubauten um durchschnittlich 25 % ab dem 1. Januar 2016. Diese Neubaustandards sind ein notwendiger, wirtschaftlich vertretbarer Schritt hin zum Niedrigstenergiegebäude. Europarecht bestimmt, dass ab 2021 alle Neubauten als Niedrigstenergiegebäude errichtet werden müssen (neue Behördengebäude schon ab 2019).

Schließlich müssen ab 2015 ineffiziente Heizkessel nach 30 Betriebsjahren
stillgelegt werden. Dies betrifft nicht so genannte Brennwertkessel und
Niedertemperatur-Heizkessel. Ausnahmen gibt es für viele selbstgenutzte
Ein- oder Zweifamilienhäuser. (al)