VKU bekräftigt Forderung nach Kapazitätsmarkt

Sowohl VKU-Präsident Gönner als auch VKU-Vizepräsident Energie Andreas Feicht treten der Forderung nach einem reinen Energy-only-Markt entgegen.

"Die Bundesregierung muss den Energiemarkt künftig so ausgestalten, dass auch weiterhin dringend benötigte gesicherte Kraftwerkskapazitäten am Netz bleiben, beziehungsweise Investitionsreize für Neuanlagen entstehen", sagte VKU-Vizepräsident Energie Andreas Feicht am Rande der Handelsblatt-Energietagung. Sich nur auf den Energy-only-Markt und zufällige Preisspitzen zu verlassen, greife seiner Ansicht nach zu kurz. Nur ein technologieoffener, dezentraler Leistungsmarkt biete verlässliche Versorgungssicherheit unter marktwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Daneben setzte sich Feicht für das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz ein, das noch im ersten Halbjahr novelliert werden müsse.

Zuvor hatte schon VKU-Präsident Ivo Gönner zu den Äußerungen des Wirtschaftsministers Sigmar Gabriel gegen einen Kapazitätsmarkt Stellung genommen. Der Ulmer Oberbürgermeister mahnte, dass die Bundesregierung den Energiemarkt so gestalten müsse, dass hoch effiziente Kraftwerke nicht unter die Räder kommen.

Der VKU hatte dazu ein Modell zu einem integrierten Energiemarktdesign mit einem dezentralen Leistungsmarkt entworfen. Darin ist neben einem wettbewerblich ausgestalteten Energiemarkt auch ein eigener Marktplatz für gesicherte Leistung zur Versorgungssicherheit vorgesehen. Das was der Regierung derzeit vorschwebe, sei hingegen ein "idealtypischer Markt", welcher der Energiemarkt nun mal nicht sei, so Gönner. (sg)