Energieintensiver Industriebetrieb: die Aluminiumhütte von Norsk Hydro in Neuss-Norf. Bild: Norsk Hydro ASA 2013

WDR-Recherchen zu Industrieprivilegien

Mit 440 000 € pro Arbeitsplatz und Jahr werde die Aluminiumindustrie in Deutschland subventioniert.

WDR-Recherchen am Beispiel des Aluminiumherstellers Trimet ergaben, dass deutsche Stromkunden die Aluminiumproduktion mit "jährlich rund 440 000 € pro Arbeitsplatz subventionieren". So erhält das Essener Unternehmen mit rd. 1000 Beschäftigten in diesem Jahr 450 Mio. € Vergünstigungen durch Strompreisprivilegien.

Die Umweltorganisation Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert Industrierabatte zu kürzen und hält es für sinnlos "diesen marginalen Industriezweig mit horrenden Summen künstlich am Leben zu erhalten", berichtet "WDR Text".

Dem Unternehmen Trimet zufolge handele es sich bei der EEG-Umlagenbefreiung hingegen nicht um Subventionen. Vielmehr würde man von Kosten entlastet, die es im Rest der Welt so nicht gebe, zitiert ARD/WDR Trimet-Sprecher Heribert Hauck. Dem stimmten lt. ARD auch die meisten Politiker zu. (msz)