Zivilschutzplan verabschiedet

Von dem Konzept sind die Bereiche Energie, Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung betroffen.

Das Bundeskabinett hat gestern die Konzeption Zivile Verteidigung verabschiedet. Das Konzept beinhaltet auch Empfehlungen für die Bereiche Energie, Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung. Hierzu erklärt der Verband kommunaler Unternehmen (VKU): "Sicherheit hat seit jeher für kommunale Ver- und Entsorger einen sehr hohen Stellenwert. Um Infrastrukturen fortlaufend zu verbessern, unternehmen die Ver- und Entsorger erhebliche Anstrengungen. Außerdem sind sie schon jetzt mit Blick auf die IT-Sicherheit ihrer Anlagen in sehr engem Austausch mit den zuständigen Ämtern und Behörden wie dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie oder der Bundesnetzagentur. Die Unternehmen nehmen selbst regelmäßig an Übungen für den Katastrophenfall teil und sind in den Krisenstab der jeweiligen Stadt oder Gemeinde eingebunden.“

Der Bundesverband der Energie und Wasserwirtschaft (BDEW) fordert eine bessere Zusammenarbeit ein. "Bei der weiteren Ausgestaltung der Konzeption sollte die Bundesregierung die Expertise der Energie- und Wasserwirtschaft systematisch einbeziehen", sagte Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Dies gelte etwa für den angekündigten Notfallplan Strom, den laut der Konzeption Bund und Länder erarbeiten sollen. "Hier sind zahlreiche Fragen zu klären, die unsere Unternehmen direkt betreffen. Daher sollte die Bundesregierung das Gespräch mit der Branche suchen", so Kapferer. Im Bereich der Gaswirtschaft gibt es bereits einen Notfallplan für die Bundesrepublik Deutschland, zu dem auch der BDEW und die Unternehmen Gaswirtschaft beigetragen haben. (al)