Der BDBe sieht die Biokraftstoffe bei der Nationalen Plattform Zkunft der Mobiltät im Hintertreffen.
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„Zukunft der Mobilität“ lässt Biokraftstoffe außen vor

Die Bundesregierung will noch diesen Herbst eine Plattform zur „Zukunft der Mobilitiät“ auflegen. Vertreter für Biokraftstoffe sind dabei jedoch unterrepräsentiert.

Die Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) wird nach acht Jahren um ein weiteres Beratungsgremium in Sachen erneuerbare Zukunftstechnologien ergänzt. Noch dieses Jahr soll die Expertenkommission rund um das Thema „Zukunft der Mobilität“ ihre Arbeit aufnehmen. Aus Sicht des Bundesverbandes der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) werden Biokraftstoffe als Alternative zu Benzin und Diesel unterschätzt.

Norbert Schindler, Vorsitzender des BDBe, kritisiert vor allem die „voreilige thematische Festlegung“ der sechs geplanten Arbeitsgruppen. Der Fokus liege ausschließlich auf der Automobil- und Elektroindustrie, dadurch würden die Zukunftskonzepte für 46 Mio. Autos technologisch beschränkt.

Bundeslandwirtschaftsministerium nicht vertreten

Dabei haben sich die EU-Kommission, das europäische Parlament und die Bundesregierung erst kürzlich darauf geeinigt, den Mindestanteil von Erneuerbaren im Verkehr von zehn auf 14 Prozent bis zum Jahr 2030 anzuheben. Kraftstoffe aus Biomasse leisten zu Erreichung dieses Ziels einen nicht zu unterschätzenden Beitrag, erklärt Schindler weiter: „Durch den Einsatz zertifizierter, nachhaltiger Biokraftstoffe werden in Deutschland jährlich rund 7,3 Millionen Tonnen CO2 vermieden.“

Dass neue Kraftstoffen als alternative Antriebe ausgeblendet werden, bestätigt sich für den BDBe in der Besetzung des neues Gremiums: Das Bundeslandwirtschaftsministerium, das für Energie aus Biomasse zuständig ist, ist weder im geplanten Lenkungskreis noch in der beratenden Kommission oder in den verschiedenen Arbeitsgruppen vertreten. (ls)