Der Grünen-Politiker Franz Untersteller ist Umweltminister des Landes Baden-Württemberg. KD BUSCH D3S/1

11,5 Millionen für Förderprogramm Klimaschutz-Plus

Das Umweltministerium Baden-Württemberg hat das Förderprogramm Klimaschutz-Plus neu gestartet, das kommunale Maßnahmen fördert.

11,5 Mio. Euro stehen hierfür in diesem Jahr in Baden-Württemberg zur Verfügung. Gefördert wird die energetische Sanierung von Liegenschaften von Kommunen, kleinen und mittleren Unternehmen sowie Vereinen, kirchlichen Einrichtungen, Trägern von Krankenhäusern und Heimen.

Mit dem Förderprogramm bezuschusst das Land energetische Sanierungsmaßnahmen in Nichtwohngebäuden in Abhängigkeit des hiermit eingesparten Kohlendioxid-Ausstoßes. Für jede eingesparte Tonne CO2 gibt es einen Zuschuss in Höhe von 50 Euro. Generell können Antragsteller so bis zu 20 Prozent der Kosten erstattet bekommen. Zudem gibt es Bonuszahlungen von zusätzlich fünf Prozent, wenn Antragsteller beispielsweise am European Energy Award oder am Klimaschutzpakt des Landes teilnehmen. Der Höchstbetrag, den ein Antragsteller für investive Maßnahmen erhalten kann, beträgt 200 000 Euro.

Darüber hinaus wurde das Förderangebot im nicht investiven Bereich (Qualifizierung und Information zu Fragen des Klimaschutzes) deutlich ausgeweitet. So können künftig beispielsweise Kommunen, kirchliche Einrichtungen und Vereine, die ein systematisches Energiemanagement einführen, hierfür einen Zuschuss von bis zu 50 Prozent erhalten. "Mit diesem hohen Fördersatz setzen wir einen finanziellen Anreiz für diejenigen, die kontinuierlich zum Klimaschutz beitragen wollen", so Staatssekretär Andre Baumann.

Ob in öffentlichen Gebäuden, Produktionshallen, Krankenhäusern oder in Vereinsheimen, in vielen Bereichen lasse sich der Energiebedarf zum Erwärmen von Wasser und für das Heizen von Gebäuden noch deutlich reduzieren und hierbei mehr erneuerbare Energien einsetzen. Mit Klimaschutz-Plus fördere man solche Maßnahmen, die den Klimaschutz im Land weiter voran bringen. Zugleich löse die Landesregierung mit der Programm-Neuauflage ihre Zusage ein, die Vorbildfunktion der Kommunen beim Klimaschutz weiter zu stärken. Dieses wurde Ende letzten Jahres mit den kommunalen Landesverbänden im Rahmen des Klimaschutzpaktes vereinbart.

Das Förderprogramm wird von der L-Bank durchgeführt und von der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH (KEA) begleitet. (hcn)