Solaranlage Bild: Mainova AG

"150 Solar- und Klimaschutzsiedlungen in NRW"

Laut Energieagentur NRW leben in Nordrhein-Westfalen bereits 10 000 Menschen in Solar- und Klimaschutzsiedlungen.

Etwa ein Drittel des gesamten Endenergieverbrauchs in Deutschland wird für Raumwärme und Warmwassererzeugung in Gebäuden benötigt. Kein Wunder also, dass energieeffizientes und solares Bauen sowie die energetische Sanierung von Gebäuden bei Klimaschutz-Aktivitäten eine zentrale Rolle einnimmt. In Nordrhein-Westfalen wurden in der Vergangenheit bereits 50 Solar- und 100 Klimaschutzsiedlungen realisiert.

Über die energetischen Anforderungen hinaus wurde bei den Siedlungen auch auf andere Belange der Nachhaltigkeit geachtet. So müssen die Standorte beispielsweise über nahe Versorgungsangebote und einen guten Anschluss an den Öffentlichen Personennahverkehr verfügen, betonte NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel auf der Wuppertaler Fachtagung „150 Solar- und Klimaschutzsiedlungen in NRW“ im vergangenen Dezember, wie die NRW-Energieagentur heute mitteilte.

In einem Workshop widmete sich Angelika Simbringer vom Köln Institut IPEK dem Thema Baugruppen und Genossenschaften. Simbringer zufolge seien es gerade Baugruppen, die innovative Projekte vorantreiben könnten. Auch die Architektin Anja Schacht, die derzeit das Projekt der Wuppertaler Baugruppe Malerstraße bearbeitet, rief die Kommunen dazu auf, Baugruppen zu unterstützen: „Denn darin sind die Personen, die man sich in einer Stadt wünscht: engagierte Bürger. Sie setzen sich aktiv für die Stadt und deren Zukunft ein." Das sei auch der Grund, warum Baugruppen und Klimaschutzsiedlungen "kongenial" zusammenpassen würden. (msz)