2030: Weltweiter Anteil der Erneuerbaren bei 20 %

Ohne die Wasserkraft zu berücksichtigen, könnte sich der Anteil der Erneuerbaren im globalen Energiemix versechsfachen, prognostiziert eine neue Studie von McKinsey.

Bislang beläuft sich der weltweite Anteil auf 3 %, der bis 2030 auf 20 % ansteigen werde. "Erneuerbare Energien zählen zu den am schnellsten wachsenden Technologien für die Stromerzeugung", heißt es in der Studie, von der die "Financial Times Deutschland" berichtet. Dafür rechneten Experten die Entwicklungen bei 34 Energieträgern in 21 Weltregionen durch.

Diese Einschätzung übertrifft die der Internationalen Energieagentur (IEA), die der Energiegewinnung aus Solar, Wind und Biomasse bis 2035 einen Marktanteil von 15 % eingeräumt hatte. Dabei sei der Wert von 20 % Anstieg bis 2030 laut McKinsey sogar konservativ gerechnet.

Trotz allem werde Energie ein knappes Gut bleiben und immer knapper werden. "Der Verbrauch aller Energiearten wächst", sagte Thomas Vahlenkamp, Mitautor der Studie der FTD. Eine steigende Weltbevölkerung und wachsender Wohlstand in den Schwellenländern lassen den Konsum in den kommenden 18 Jahren um 30 % anschwellen, so die Studie.

Bereits 2016 könnten die Reservekapazitäten von 3–5 Mio. Barrel pro Tag erschöpft sein. Eine Ausweitung der konventionellen globalen Förderkapazität von 87 Mio. Barrel täglich sei laut Studie auf Jahre hinaus nicht abzusehen. (sg)