Die Sektoren Industrie, fossil befeuerte Kraftwerke, Verkehr, Gebäudeheizung und Landwirtschaft tragen durch ihre Ausstöße von CO2, Methan und Lachgas zum Treibhauseffekt bei, der das Erdklima erwärmt. Bild: Kai Tholen / pixelio.de

NRW-Minister gegen Eingriff beim Emissionshandel

Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Garrelt Duin hat sich gegen Eingriffe beim CO2-Zertifikate-Handel ausgesprochen.

Zum Beschluss des Umweltausschusses des EU-Parlaments, den Handel mit Verschmutzungsrechten zu reformieren, erklärte Duin: Die Diskussion über die Lenkungswirkung des Emissionshandels bei CO2-Preisen von unter fünf Euro pro Tonne "zeigt mal wieder, dass man sich erst einmal über die Ziele eines Instruments klar werden sollte, bevor man daran herumdoktert."

Der Emissionshandel soll sicherstellen, dass die CO2-Minderungsziele auch erreicht werden. Nicht mehr und nicht weniger tue der Emissionshandel, so Duin. Letztlich führe das bestehende Überangebot an Zertifikaten zwar zu sinkenden Preisen für Kohlendioxid. "Die gesetzten Klimaschutzziele erreichen wir damit aber sicher und nachweislich", so Duin.

Dass die Preise durch den geringeren Ausstoß während der Wirtschaftskrise sinken, belege doch gerade das Funktionieren des Instruments. Von einem nachträglichen Eingriff in das laufende Handelssystem im Sinne einer befristeten Entfernung von Zertifikaten aus dem Markt, dem sog. Back-Loading, hält Duin deshalb nichts. Im Übrigen sei dieser Eingriff "mal wieder Gift für die Investitionssicherheit in den Industriestandorten.“ (wa)