BDEW kritisiert Abschottung der Energiemärkte

Der BDEW kommentierte jüngst die Sitzung des EU-Energieministerrats und drängte dabei auf eine stärkere Umsetzung gemeinsamer Ziele.

Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) begrüßte das Bekenntnis der Energieminister der Europäischen Union zum Energiebinnenmarkt. Diese trafen sich gestern bei einer Sitzung des Europäischen Rates.

Müller kritisierte zudem trotz des bisher Erreichten, dass viele EU-Staaten ihre nationalen Energiemärkte weiterhin abschotten, anstatt sie für den Wettbewerb zu öffnen. Beispielsweise verhinderten Modelle wie das Britische weiterhin ein Zusammenwachsen der EU-Märkte. Schließlich seien Bestrebungen in Richtung nationale Energieautarkie, staatliche Einflussnahmen auf Großhandels- und Endkundenpreise sowie Alleingänge bei der Bepreisung von CO2 nicht besonders Binnenmarkt orientiert. Durch solche Isolationsbestrebungen vergebe man zudem die Chance auf "erhebliche Effizienzgewinne und Kostenreduzierungen".

Die Mitgliedstaaten der EU müssten künftig konsequent das dritte EU-Binnenmarktpaket, das bereits 2009 in Kraft getreten ist, umsetzen. Zudem forderte Müller verbindliche CO2-Reduktionsziele in Höhe von 40 % bis 2030. (msz)