Die Sektoren Industrie, fossil befeuerte Kraftwerke, Verkehr, Gebäudeheizung und Landwirtschaft tragen durch ihre Ausstöße von CO2, Methan und Lachgas zum Treibhauseffekt bei, der das Erdklima erwärmt. Bild: Kai Tholen / pixelio.de

Klimakonferenz: VKU plädiert für CO2-Reform

Angesichts der 19. Weltklimakonferenz in Warschau macht sich der VKU für Reformen bei dem CO2-Zertifikatehandel stark.

Nachdem heute die Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention sowie des Kyoto-Protokolls zum 19. Weltklimakonferenz in Warschau zusammenkommen werden, fordert der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) rechtlich verbindliche Ziele für den CO2-Ausschuss und der erneuerbaren Energien bis 2030.

Vor allem beim europäischen CO2-Zertefikatehandel als zentrales Instrument seien Reformen dringend erforderlich, so VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck. Derzeit gebe es zu viele Zertifikate auf dem Markt, was wiederum zu extrem niedrigen Preisen führe. Dadurch würden Anreize fehlen, in emissionsarme Technologien zu investieren. "Das kürzlich vom Europäischen Parlament beschlossene Backloading ist ein Schritt in die richtige Richtung, um den Zertifikatepreis anzuheben, betont Reck. Ein funktionierender Zertifikatehandel in der EU habe großen Vorbildcharakter für den weltweiten Klimaschutz.

Auch der Bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber fordert ein "starkes Signal, dass die Staatengemeinschsft das Ruder beim Klimaschutz zusammen herumreißen will". Er fordert die Teilnehmer auf, Grundlagen und einen detaillierten Verhandlungsfahrplan für ein verbindliches Klimaschutzabkommen bis 2015 zu schaffen. Neben weniger Treibhausgas-Ausstoß müsse auch das Minderungsziel der EU dazu bis 2020 von 20 auf 30 Prozent erhöht werden. (sg)