Das Braunkraftwerk Boxberg der Leag in der Oberlausitz. Die Blöcke haben eine Gesamtleistung von 2575 MW. Bild: Julian Nitzsche / pixelio.de

EEX: Versteigerungsplattform für Emissionsrechte

In den nächsten drei Jahren soll die EEX die Versteigerung von Emissionsberechtigungen für Deutschland vornehmen.

Die EU-Mitgliedstaaten haben die European Energy Exchange (EEX) mit Sitz in Leipzig als dauerhafte deutsche Versteigerungsplattform für Emissionsrechte bestätigt. Dazu musste die EEX zunächst ein Prüfverfahren der Europäischen Kommission durchlaufen. Das Climate Change Committee der EU-Mitgliedstaaten hat am Dienstag (18. Juni) seine Zustimmung erteilt. In den nächsten drei Monaten können der europäische Rat und das Europaparlament noch Einspruch gegen die Entscheidung erheben. Voraussichtlich ab Oktober 2013 wird die EEX dann dauerhafte deutsche Auktionsplattform sein. Die EEX führt damit in den kommenden drei Jahren, mit der Option auf Verlängerung um weitere zwei Jahre, die Versteigerungen durch. Bereits Anfang 2012 hatte die EEX den Zuschlag für die deutsche Übergangsplattform erhalten. Nach vorläufigen Berechnungen der Europäischen Kommission wird 2013 für Deutschland eine Menge von rd. 724 Mio. EU-Emissionsberechtigungen (EUA) über den Spotmarkt der Börse versteigert. Damit fänden mehr als 85% der Primärmarktauktionen von Emissionsberechtigungen in Europa über die EEX statt. (msz)