EU-Kommission billigt britischen Kapazitätsmarkt

Die EU-Kommission sieht im kommenden Kapazitätsmarkt in Großbritannien keine Wettbewerbsverzerrung.

Der britische Kapazitätsmarkt sei mit dem EU-Beihilferecht vereinbar, teilte die EU-Kommission mit. Der Kapazitätsmarkt stimme mit dem EU-Ziel der Versorgungssicherheit überein. "Er ist technologieneutral und funktioniert auf der Grundlage von Preiswettbewerb, sodass eine angemessene Stromerzeugung die Verbraucher so wenig wie möglich kostet", zitiert der Internet-Dienst Energate den EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia. Die Einführung sei erst beschlossen worden, nachdem alle anderen Mittel ausgeschöpft waren. Die Maßnahme bleibe deswegen auf das erforderliche Minimum begrenzt.

Großbritannien reagiert mit Kapazitätsauktionen auf eine befürchtete Stromlücke ab 2017. Diese sei durch steigende Nachfrage bedingt, während gleichzeitig Erzeugungskapazitäten stillgelegt werden. Geplant sind jährliche Auktionen, die von dem Netzbetreiber National Grid landesweit ausgeschrieben werden, teilte die britische Regierung mit. Neben Stromerzeugern können auch Laststeuerungs-Betreiber und Stromspeicher-Betreiber teilnehmen. Ab 2015 sind auch die Betreiber von internationalen Stromverbindungen für die Versteigerung zugelassen, die im Ausland erzeugte Energie für den Kapazitätsmarkt liefern können. (ad)