Zuviel Kohlenstoffdioxid ist schlecht für die Umwelt. Bild: Gabi Eder / pixelio.de

EU: Merkel kippt strengeren Abgas-Ausstoß

Die Bundeskanzlerin soll Irlands Premierminister persönlich angerufen und so die Abstimmung zur Abgas-Höchstgrenze verschoben haben.

Die letzte entscheidende Abstimmung zu einer Abgas-Höchstgrenze für Autos, die für gestern (27. Juni) vorgesehen war, soll Dr. Angela Merkel von der Tagesordnung des EU-Parlaments gesetzt haben, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Der Kompromiss hätte vorgesehen, dass innerhalb der EU von 2020 an eine Abgas-Höchstgrenze von 95 g pro km gelten solle. Ein Anruf von Merkel bei dem irischen Premierminister Enda Kenny, der den Vorsitz der EU-Staaten inne hatte, soll zur Verzögerung beigetragen haben. Deutschland benötige mehr Zeit zur Prüfung der Ergebnisse, hieß es lt. SZ. Die Bundesregierung will nun einen neuen Vorschlag vorlegen.

Die deutsche Autoindustrie habe versucht auf die EU-Entscheidung Einfluss zu nehmen. Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) hatte bereits zuvor in einem offenen Brief an die Kanzlerin für mehr Unterstützung gebeten. (sg)